Sehr geehrter Herr Landrat,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren der Verwaltung,
sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,
für die SPD steht der Klimaschutz selbst nicht zur Debatte. Er ist notwendig, er ist richtig und er muss vorankommen. Die entscheidende Frage ist für uns eine andere: Wie wir Klimaschutz umsetzen – und wer die Lasten trägt.
Wir wissen: Steigende Energiepreise, hohe Heizkosten oder lange Wege treffen nicht alle gleich. Wer wenig verdient, wer zur Miete wohnt oder auf das Auto angewiesen ist, spürt Veränderungen zuerst. Gleichzeitig sind es genau diese Menschen, die besonders unter den Folgen von Hitze, Extremwetter oder steigenden Lebenshaltungskosten leiden. Deshalb ist Klimaschutz für uns immer auch eine Frage der Gerechtigkeit.
Nach dem Ende des European Energy Award brauchen wir ein Verfahren, das weniger kompliziert ist und stärker auf die Umsetzung zielt. Der Zukunftslandkreis kann dafür ein sinnvolles Instrument sein: Er bündelt Pflichten, nutzt vorhandene Daten und unterstützt die Kommunen dort, wo sie im Alltag an ihre Grenzen stoßen.
Für uns ist entscheidend, dass Klimaschutz nicht abstrakt bleibt. Wenn Gebäude effizienter werden, wenn Wärme besser geplant wird, wenn Energie vor Ort erzeugt wird, dann schützt das das Klima – und entlastet langfristig auch Haushalte und Kommunen. Genau an diesem Punkt zeigt sich, ob Klimapolitik funktioniert.
Die kostenfreie Pilotphase verstehen wir als klare Bewährungsprobe. Führt das Modell zu echten Fortschritten? Werden Maßnahmen umgesetzt? Und kommen diese Fortschritte auch bei den Menschen an?
Unsere Zustimmung ist deshalb verbunden mit klaren Erwartungen: Transparenz, messbare Ziele und eine politische Steuerung, die soziale Auswirkungen immer mitdenkt. Klimaschutz darf niemanden abhängen. Er muss fair gestaltet sein – nur dann findet er Akzeptanz und trägt langfristig.
Vielen Dank.