Die Jusos aus Konstanz und dem Bodenseekreis zeigen sich erfreut über das Interesse der Jungen Union (JU) an einer besseren Einbindung der Fähre zwischen Konstanz und Meersburg in den öffentlichen Nahverkehr – insbesondere in Bezug auf das Deutschlandticket. Gleichzeitig erinnern sie daran, dass dieses Anliegen keineswegs neu ist und seit über zwei Jahren aktiv von ihnen verfolgt wird.
„Ich freue mich sehr, dass die Junge Union nun auch erkannt hat, dass die Fähre wichtiger Bestandteil des Nahverkehrs ist und in die entsprechenden Tarife eingegliedert gehört,“ sagt Kevin Biemel, Kreisvorsitzender der Jusos Konstanz. „Mit unserer Kampagne, dem See-Ticket, haben wir uns gemeinsam mit der SPD und unseren Abgeordneten bereits seit langem für ÖPNV auf dem Wasser eingesetzt,“ ergänzt Tiark Tiwary, Vorsitzender der Jusos Bodenseekreis. Leider scheiterte ein entsprechender Antrag der SPD im Kreistag des Bodenseekreises zuletzt auch an der Union.
Die CDU habe im April keine leeren Versprechungen machen wollen, da die Finanzlage, die Einbeziehung der Fähren in den ÖPNV nicht hergebe. „Der Antrag aus dem Kreistag hatte gefordert mit dem Land über die Finanzierung zu sprechen. Insofern war das Argument der Finanzierbarkeit nicht nachvollziehbar,“ ärgert sich Tiark Tiwary. Die Junge Union solle sich nicht nur öffentlich zum Thema äußern, sondern müsse auch parteiintern für die Umsetzung kämpfen. „Wenn der JU das Thema also so wichtig ist, dann sprecht bitte mit euren Parteikollegen im Bodenseekreis, die unseren SPD-Antrag abgelehnt haben,“ fordert Kevin Biemel.
Für die Jusos ist die Einbindung der Fähre in den ÖPNV ein zentraler Bestandteil nachhaltiger und bezahlbarer Mobilität rund um den Bodensee. Wenn das Deutschlandticket auch auf der Fähre gelten würde, wäre das ein großer Schritt in Richtung einer Mobilität die für alle bezahlbar sein muss. Insofern freuen sich die Jusos bei diesem Thema weitere Mitstreitende gefunden zu haben.