Bei der öffentlichen Ortsbegehung am 28.9. konnten wir uns davon überzeugen, dass die Mauer (teilweise aus Beton) ästhetischen und ökologischen Kriterien nicht entspricht und aus diesem Grunde keinesfalls erhaltenswert ist. Für den Abbruch der gesamten Mauer spricht, dass dadurch das Ufer insgesamt bis ans Wasser unseren Bürgerinnen und Bürgern zugänglich wird. Zudem bringt die Renaturierung eine deutliche Aufwertung des Geländes mit sich und entspricht damit den Zuschussrichtlinien. Somit kann sogar ein Teil der Bahnhofstraßenverlegung aus dem Renaturierungsprogramm finanziert werden. Dem Bürgerentscheid zur Landesgartenschau lag der Wettbewerbsentwurf von Frau Mommsen zugrunde - in diesem ist die Mauer entfernt und durch eine entsprechende Geländemodellierung ist ein attraktiver Uferpark für die Öffentlichkeit konzipiert. Wer heute die Mauer erhalten will, ignoriert damit auch die Mehrheitsentscheidung der Bürgerinnen und Bürger.
Wir SPD-Stadträte wollen die hohen Zuschüsse für die Uferrenaturierung nicht gefährden, denn diese dient der Stadtentwicklung an einer ganz entscheidenden Stelle. Ein Campingplatz - so er denn nach der Landesgartenschau dort wieder eingerichtet werden soll - ist auch ohne diese Mauer möglich! Sollte das Blech der Wohnmobile nach der Landesgartenschau tatsächlich wieder das Ufer prägen oder nicht lieber der allen zugängliche Ufer-Park mit kleiner Gastronomie, mit sanitären Einrichtungen und einem tollen Spielgelände für Kinder?
Wir stehen weiterhin zum Gesamtentwurf der Landesgartenschau als Jahrhundertprojekt für die weitere Entwicklung unserer Stadt!



